Jakob Augstein: Die Leute sollten die soziale Verdrehung der Energiewende zurück weisen

Nach Nick Reimers Artikel zur sozialen Dimension der Energiewende hier ein weiterer von Jakob Augstein. Er stellt ebenfalls die These auf, dass CDU, FDP und auch Teile der SPD die Energiewende eigentlich gar nicht wollen und deswegen jetzt die soziale Frage auf machen. Das Problem ist allerdings, dass die Bundesregierung gerade die Großverbraucher weitgehend von der EEG-Umlage ausgenommen hat. Entsprechend höher fällt die Umlage für die Kleinverbraucher aus. Gleichzeitig profitieren gerade die Großverbraucher davon, dass die Erneuerbaren die Strompreise an der Börse immer wieder massiv drücken. Denn die Großverbraucher kaufen ihren Strom zu den aktuellen Marktpreisen und sind nicht in feste Verträge mit festen Preisen eingebunden. Laut Bundesnetzagentur werden dadurch jährlich 2,5 Milliarden Euro von den Kleinkunden zu den Großkunden verschoben.

Es droht also rechtzeitig vor den Wahlen im kommenden Jahr eine Verschiebung der Debatte. Die Atomfrage wird zur sozialen Frage umdeklariert. Aber nur aufgrund einer Täuschung. Man verschont die Industrie und lässt die Leute zahlen. Und dann fragt man sie: Wie viel ist euch der Ausstieg aus der Kernenergie wert?

Die Leute sollten diese Frage zurückweisen.

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